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Dimitri Eletski: Kunst und Mode als Einheit

 
Das frühe Erkennen seines künstlerischen Talents und entsprechende Förderung brachten den 19-jährigen Dimitri Eletski zur Mode. Mit 17 Jahren war er der jüngste Student, der auf der Akademie Modedesign (AMD) Hamburg aufgenommen wurde. Noch bis 2003 studiert er dort.
Auf einer künstlerisch ausgerichteten Grundschule im sibirischen Omsk begann der gebürtige Russe seine kreative Ausbildung. Als es die Familie 1995 nach Hamburg zog, setzte Eletski seine Ausbildung bis zur Mittleren Reife an der Waldorfschule fort. Seine Neigung zu Kunst und Mode ist auch familiär begründet. Der Vater ist Maler, Textil- und Modedesigner, die Mutter ausgebildete Ballett-Tänzerin.
So stand auch das Berufsziel des jungen Studenten früh fest: Mode für Frauen entwerfen, die mit beiden Beinen im Leben stehen. Dabei gehören Patchwork und viel Drapiertes zu Eletskis wichtigen Gestaltungselementen. «Sie muss schon wohlhabend sein, die Frau, die ich anziehen will, sie muss einen kultivierten Lebensstil pflegen», sagt er. «In allem, was ich tue, möchte ich Trends setzen, die meine Handschrift tragen. Ich möchte neue Formen entwickeln - keine T-Shirts. Dabei sind mir kommerzielle Aspekte ebenso wichtig wie Kreativität.» Denn beides bestimme letztendlich den Erfolg von Mode.
Dass Eletski auch ganz pragmatisch seinen Weg geht, sieht man daran, dass er einen Praktikumsplatz in der bodenständigen Bekleidungsindustrie sucht und nach Erhalt des Diploms Berufserfahrung in namhaften Unternehmen sammeln will. Obwohl auch seine Nebenjobs zielgerichtet sind _ er gibt Zeichenunterricht und hilft seinem Vater bei seiner freiberuflichen Tätigkeit - will Dimitri Eletski mit den 6000 Euro des Stipendiums der Wilhelm-Lorch-Stiftung sein weiteres Studium finanzieren und sich stärker auf seine Ausbildung konzentrieren.

Barbara Müller
TextilWirtschaft Nr. 17 vom 25. April 2002

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