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Carolin Huber

"Barocke Formen, modern interpretiert"
Carolin Huber hat in ihrer Diplomarbeit Jacquard-Stoffe bedruckt – und dadurch ganz neue Effekte erzielt


Sie sei eine „zielstrebige, wissbegierige und durchsetzungsfähige Studentin“, hat Prof. Anita Oettershagen von der Hochschule Niederrhein in ihrer Referenz über Carolin Huber geschrieben. Mit ihrer Arbeit, für die sie die Note „sehr gut“ erhielt, hat Huber die gebürtige Frankfurterin nicht nur eine sehr umfangreiche Musterkollektion mit 60 Stoffproben von unterschiedlichsten Qualitäten entworfen. Sie hat gleichzeitig kreatives Neuland betreten und ganz neue Dessin-Effekte erzielt, indem sie dekorative Jacquard-Gewebe entworfen und anschließend mit eigenen Dessins partiell bedruckt hat. Inspirationsquelle waren Skulpturen des Barockkünstlers Giovanni Bernini, deren Schattenrisse sie in Dessins umgesetzt hat. Ein knappes halbes Jahr hat sich die junge Diplom-Design-Ingenieurin der Fachrichtung Textil intensiv mit ihrer Arbeit auseinandergesetzt. Und zwar Nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis. Alle notwendigen Arbeitsschritte hat sie selbst ausgeführt. Sogar die Rezepte für die Druckfarben hat sie erarbeitet. Seit dem Abschluss ihrer Diplomarbeit arbeitet Carolin Huber bei der Invista Deutschland GmbH in Östringen. Dort hat sie die Aufgabe, für Kunden neue Garnkonstruktionen und -kombinationen zu entwickeln, die für Tuftteppiche eingesetzt werden und mit denen neue Optiken erzielt werden können. Sie ist gleichzeitig zuständig für Produkt-Illustration und erstellt Trend-Analysen. Dabei geht es bei ihrer Arbeit aber auch oft um funktionale Aspekte wie Strapazierfähigkeit, denn nicht selten werden mit den Teppichen Banken und Büros ausgelegt. Ihr aktuelles Einsatzgebiet sei eine „spannende Aufgabe“, sagt die 28-Jährige. Sie wünscht sich gleichzeitig, ihr kreatives Potenzial im Laufe ihrer beruflichen Entwicklung noch stärker ausschöpfen zu können und würde ihr Preisgeld auch aufwenden, um sich auf dem Gebiet der Kollektions- und Entwurfsgestaltung noch fortzubilden. Ein Traum wäre es, sagt Carolin Huber, sich irgendwann als Textildesignerin selbstständig zu machen. Die dafür notwendige Zielstrebigkeit, gepaart mit enormem kreativen Talent, hat sie mit ihrer Diplomarbeit unter Beweis gestellt.

-Bettina Maurer-

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