Wilhelm Lorch Stiftung
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Auf der Suche nach der Elastan-Alternative

Tobias Dickmeiß

Tobias Dickmeiß hat seinen Bachelor an der RWTH Aachen absolviert

Elastan ist eine Chemiefaser, die textile Stoffe schon in kleinen Beimischungen sehr viel dehnbarer macht. Deshalb wird sie seit Jahrzehnten in vielen Bekleidungsteilen eingesetzt. Doch sie hat einen großen Nachteil: Elastan ist kaum recycelbar.

Deshalb wird schon seit einigen Jahren nach Alternativen gesucht. Und Tobias Dickmeiß hat diese Forschung ein gutes Stück vorangebracht. In seiner Bachelorarbeit, die er beim Institut für Textiltechnik an der RWTH Aachen vorgelegt hat, beschäftigt er sich mit der „Entwicklung eines Schmelzspinnprozesses für elastische Garne aus thermoplastischen Copolyester-Elastomeren“. Vereinfacht gesagt: Dickmeiß hat untersucht, ob und wenn ja, wie sich diese Garne als recyclingfähige Alternative für Elastan eignen.

Noch ist die Forschung nicht abgeschlossen und diese Garne sind nicht industriell einsatzfähig, aber „ich bin schon sehr nah an das Elastan herangekommen“, sagt Dickmeiß. Die Arbeit sei auf einem „sehr hohen Niveau“, lobt denn auch die Jury der Wilhelm-Lorch-Stiftung.

Tobias Dickmeiß ist ein sehr zielstrebiger junger Mann. Das anspruchsvolle Maschinenbau-Studium an der RWTH Aachen wollte der heute 22-Jährige auf jeden Fall in der Regelstudienzeit schaffen. Und das ist ihm auch gelungen. Jetzt steckt er schon mitten im Masterstudium, ebenfalls an der RWTH, und wird dieses aller Voraussicht nach Ende 2027 abschließen.

Aufgewachsen und zur Schule gegangen ist er im rheinländischen Langenfeld. Sein Vater ist Maschinenbauer, die Mutter Informatikerin. Und auch der Sohn entdeckte schon früh seine Begeisterung für alles Technische. Seine Leistungskurse am Gymnasium? Natürlich Mathe und Physik.

Nach dem Abitur brauchte er keine Auszeit, um sich zu orientieren. Er wusste ja schon, was er wollte. Und so begann er gleich sein Studium in Aachen.

Tüfteln und Neues entdecken möchte Tobias Dickmeiß auch nach dem Abschluss des Masterstudiums. „Ich würde künftig gern im Bereich Forschung und Entwicklung arbeiten. Am liebsten in einem Industrie-Unternehmen.“

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