Wilhelm Lorch Stiftung
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Die KI als Tool für das Textil-Design von morgen

Hochschule Niederrhein

Prof. Dr. Marina-Elena Wachs treibt das Thema Künstliche Intelligenz in Mönchengladbach voran

Übernimmt die Künstliche Intelligenz das Mode- und Textil-Design von morgen und macht sie die kreativen Menschen arbeitslos? Marina-Elena Wachs teilt diese von manchen Pessimisten verbreitete Befürchtung ganz und gar nicht. Die Professorin der Hochschule Niederrhein ist vielmehr überzeugt, dass die KI den Designerinnen und Designern der Zukunft als wertvolles Tool dienen kann.

Deshalb setzt sich Wachs an ihrer Hochschule dafür ein, dass die Beschäftigung mit der Künstlichen Intelligenz stärker im Lehrplan berücksichtigt, wird: „Ich kämpfe dafür, dass dieses Projekt zum Pflichtfach wird.“

Damit dafür auch die technischen Voraussetzungen vorhanden sind, hat sie das Projekt „Textil designen in XR Lernräumen“ gestartet. Dabei lernen die Studierenden, ihre kreativen Ideen mit Hilfe von VR-Brillen im textilen Business umzusetzen. Das Projekt, für das unter anderem neue Meta Quest-Brillen und die nötige Software angeschafft werden müssen, wird von der Wilhelm-Lorch-Stiftung gefördert.

Marina-Elena Wachs kennt die Modebranche bestens – von der theoretischen, aber auch von der praktischen Seite aus. Sie hat das Damenschneider-Handwerk erlernt und als Meisterin abgeschlossen. Während der Gesellenzeit hat sie unter anderem am Niedersächsischen Staatstheater in Hannover und bei Bogner gearbeitet. Anschließend war sie selbstständig und hat für ihre Kundinnen Maßanfertigungen produziert.

Zum Studium des Fachs Industrial Design ging sie dann nach Braunschweig, wo sie später auch promoviert hat. Es folgten mehrere Lehraufträge, unter anderem im Ausland, seit 2010 ist sie Professorin für Designtheorie mit dem Schwerpunkt Textil und Mode in Mönchengladbach.

Das KI-Design-Projekt ist Wachs sehr wichtig. Sie ist überzeugt, dass viele Studierende aus unterschiedlichen Studiengängen davon profitieren werden. „Auch als leidenschaftliche Kämpferin für den Erhalt des Handwerks und für nachhaltige Lösungen in der natürlichen Faserwirtschaft bin ich überzeugt, dass die Studierenden durch den Einsatz der KI im Design besser auf ihre künftigen Jobs vorbereitet werden.“

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